No(r)way by bike – Der Plan

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Norwegen ist die Heimat grosser Abenteuer. Atemberaubende Fjorde, majestätische Bergspitzen und malerische Orte in der Mitternachtssonne zieren die nordische Landschaft. Ganz nach dem Motto «Der Weg ist das Ziel» möchte ich diese Wunder der Natur mit dem Fahrrad bereisen und bestaunen und die unberührte Wildnis zwischen Tromsø und Bergen erkunden.

Reisen ist die Sehnsucht nach dem Leben.
Kurt Tucholsky (1890 – 1935)

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Die Reise

Die Idee, mit dem Fahrrad ein fremdes Land zu bereisen kam spontan auf, als ich auf der Suche nach einer Beschäftigung in den Sommerferien vor meiner Reise nach Boston war. Aufgrund der hohen Temperaturen wurden erste Ideen, nach Gibraltar oder Palermo zu reisen, verworfen. Norwegen kristallisierte sich aufgrund tieferer Temperaturen und der weiten, atemberaubend schönen Natur.

Ich habe mich für eine fünfwöchige Reise mit dem Fahrrad entschieden, weil so Eindrücke entstehen, welche mit einem gewöhnlichen Road-Trip im Auto verwährt bleiben. Die Entschleunigung des Lebens bei einer Bikereise ist erstrebenswert, denn ich Reise nicht um an einem Ziel anzukommen, sondern um zu (er)leben. Das alleinige Reisen über mehrere Wochen in einem fremden Land ist eine Grenzerfahrung. Hier beginnt das Abenteuer – Am Rande der Komfortzone!

Die Route

Zur Planung der Route wurden Tromsø und Bergen als Routenstart bzw. -ziel festgelegt, weil diese Orte mir ihren lokalen Flughäfen als Direktflüge von Zürich aus bereisbar sind. Starten werde ich in Tromsø, nördlich des Polarkreises, weil ich schon seit langem die Mitternachtssonne im Norden erleben möchte. Die gesamte Route unterteilt sich dann in drei grosse Kapitel.

Der Norden

Nördlich des Polarkreises, dem Ort des ewigen Winters, geht im Sommer die Sonne nie unter. Die Tour beginnt mit dem Insel-Hopping über Senja und die Lofoten. Die Landschaft ist geprägt von kleinen Fischerhütten in Kombination mit Sandstränden, mächtigen Klippen und aus dem Meer stechenden Felsgipfeln. Die Inselgruppe der Lofoten ragt wie ein Dorn in die Weite norwegische See und ist einer der bekanntesten Orte Norwegens.

Die Weite des Nordlandes

Das zweite Kapitel meiner Reise beginnt mit der Fährüberfahrt von Reine auf den Lofoten nach Bodø auf dem Festland. Meine Reise führt nach Süden durch das ganze Nordland bis nach Trondheim, der nächsten grossen Stadt. Die Küstenroute mag eindrücklich sein, merke ich aber, dass mein Zeitplan knapp ist oder dass die Motivation für diesen Teil der Reise schwindet, behalte ich es mir vor, einen Teil dieses Abschnittes mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu bereisen.

Fjord Norwegen

Während der Grossteil meiner Reise vor Trondheim aufgrund der Küstennähe eher flach sein wird, folgen im letzten Abschnitt strenge Tage mit der Reise durch das Vestland mit bergiger, alpenähnlicher Topologie. Die Landschaft von Fjord Norwegen ist geprägt von unzähligen Wasserfällen, Gipfeln und endlosen Fjorden, welche die Berglandschaft durchziehen. Die Reise endet als Höhepunkt in der regenreichen Küstenstadt Bergen, dem nordischen Zentrum für Künstler und Freigeister.

Die Ausrüstung

Als Grundlage meiner Bike-Packing-Ausrüstung habe ich mein Trek X-Caliber 8 Mountainbike mit dünneren Reifen und Gepäckträgern zu einem Touring-Bike umfunktioniert. Die Taschen von Vaude und der zusätzliche Platz am Rahmen sind für die fünfwöchige Reise mein zu Hause.

Für die Übernachtung habe ich mir eine hochwertige Camping-Ausrüstung angeschafft mit dem Ziel, den Grossteil der Nächte im Freien zu verbringen. Das «allemannsretten» (Deutsch: Jedermannsrecht) erlaubt in Norwegen das Wild-Camping sogar auf privaten Grundstücken, sofern man seinen Lagerplatz mehr als 150m von den nächstgelegenen Häusern aufschlägt. Nur bei extremen Wetterfronten oder wenn ich mein elektronisches Equipment laden muss werde ich sporadisch auf Unterkünfte und kostenpflichtige Campingplätze ausweichen.

Obwohl für mich das Sammeln von Erinnerungen an höchster Stelle steht, möchte ich natürlich zusätzlich die schönsten Momente auf Film festhalten. Fotos werde ich mit dem iPhone machen, denn die Qualität ist nach meiner Erfahrung für Landschaftsaufnahmen mehr als ausreichend. Zusätzlich nehme ich eine GoPro und mein neustes Spielzeug für Videoaufnahmen mit – Eine nur 249g schwere DJI Mini 2, mit welcher ich zusätzlich atemberaubende Drohnenaufnahmen machen möchte!

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About Me

Gianluca Pargätzi

Elektroingenieur / Sportenthusiast

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